Fortbildungen & Veranstaltungen

Hochrisiko Interventionen mit MCS Unterstüztung – Welchen Mehrwehrt bringt eine ausgedehnte Revaskularisation für den Patienten?

Vortrag von Dr. L. Christian Napp

DGK Herztage 2021 in Bonn

Dr. L. Christian Napp, Oberarzt an der Klinik für Kardiologie und Angiologie, Medizinische Hochschule Hannover, stellt in seinem Vortrag heraus, dass es bei Hochrisiko-Interventionen stets um eine Risiko-Nutzen-Abwägung für die Patienten gehe. Dabei sei das Überleben nicht der einzige relevante Endpunkt. Es gehe um die Frage, wie ein Patient überlebe und wie sich die Therapie etwa auf die Funktion der Endorgane auswirke. Im Folgenden geht er auf die hochriskante perkutane koronare Intervention (PCI) ein. Die PCI sei dann hochriskant, wenn eine komplexe koronare Arterienerkrankung mit komplexen Läsionen und mehreren verschlossenen Gefäßen vorliege sowie darüber hinaus eine reduzierte Ejektionsfraktion der linken Herzkammer (LVEF) bei gleichzeitig erhöhtem linksventrikulärem enddiastolischem Druck (LVEDP) und Komorbiditäten wie z. B. Diabetes mellitus und Nierenversagen. Dr. Napp stellt Studiendaten vor, die zeigen, dass diese Patienten von einer kompletten Revaskularisation profitieren, obwohl die Intervention länger dauert. Je vollständiger die Abdeckung aller Läsionen dabei sei, desto besser sei der Outcome in Bezug auf alle Endpunkte. Der Kardiologe erläutert anschließend die mechanische Unterstützung bei Hochrisiko-PCIs und stellt Daten der PROTECT II Studie vor. In dieser wurden Patienten mit einer Dreigefäßerkrankung und einer schwer reduzierten Pumpfunktion in einer nicht-notfallmäßigen PCI randomisiert und mit einer Impella® 2,5 Herzpumpe vs. einer intraaortalen Ballonpumpe (IABP) versorgt. Dabei habe sich gezeigt, dass das Überleben in der Impella® Gruppe signifikant überlegen war. Zudem gebe es Vorteile im Hinblick auf die Pumpfunktion 30 Tage nach der PCI und auf die Nierenfunktion. Laut Dr. Napp gebe es in Zentren, die viel Erfahrung mit der Impella® Herzpumpe haben, auch eine niedrigere Rate an Komplikationen.

 

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